Konstruktive Kunden-Produkt-Bewertung

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Konstruktive Kunden-Produkt-Bewertung

An konstruktiven Kundenbewertungen unserer Produkte sind wir sehr interessiert. Bitte bewerten Sie unsere Produkte, gerne mit Schulnoten, per Email an folgende Adresse info@heym-ag.de

Anbei sehen Sie eine Kundenbewertung. Beim Kunden bedanken wir uns für seine Zeit, die er sich dafür nahm.

Heym SR 30

(Schulnote in Klammern)

Abzug: Ein Traum – keine Wünsche offen. (1) Außerdem fiel mir der relativ kurze Abstand vom Abzugszüngel zum Griff positiv auf. Ich mag das nicht, wenn ich gerade mal mit dem ersten Fingerglied den Abzug erreiche. Ich schieße wesentlich besser mit dem 2. Fingerglied. Das kommt aber auf die individuelle Größe der Hand an. Ein längenverstellbarer – oder zumindest mit unterschiedlichen Abszugsabstandslängen erhältlicher – Abzug hätte schon was für sich.
Kugelspannung: Ist gerade noch leise genug und vom Kraftaufwand her gut zu bedienen, aber es gibt noch Leiseres. (2)
Kammersperre: Die könnte deutlich leiser sein (4) Vielleicht kann man da irgendwie einen Gummipuffer aufkleben oder aufschmelzen?
Schlossgang: Repetiert sauber und ohne zu hakeln (1)
Kammergriff: Gut zu fassen, ergonomisch günstig (1)
Schussleistung: war mit der Norma Tipp Strike ok, aber da hab ich auch schon besseres gesehen. Mit anderer Munition mag die Büchse hervorragend schießen. Deshalb: Keine Bewertung.
Magazin: Geht fast ein bisserl streng rein, dafür sitzt es bombenfest und klappert nicht. (2)
Magazinfeder: Hat ebenfalls gut Zug drauf. Das Laden ging schwergängig. Ich denke, hier würde das Zuführen der Patronen auch bei deutlich geringerer Federkraft immer noch problemlos funktionieren. (3)
Magazinkapazität: Ist mit 3 im Rahmen des Üblichen aber es wäre trotzdem ein feiner Zug, wenn man das 5-schüssige Magazin standartmäßig ohne Aufpreis bekäme.
Laufgewinde: dito
offene Visierung: nicht getestet – ist für mich auch ohne Belang. Könnte ich auch mangels Erfahrung nicht beurteilen

GRS Schaft

(ist für Heym auch für die Gestaltung der eigenen Schäfte interessant)

Aussehen: Ist Geschmackssache. Mir gefällt er gut (1)
Griff: Das ist absolute Spitzenklasse. Man hat das Gefühl, die Waffe „voll im Griff“ zu haben. Der Griff kuschelt sich in jede Höhlung der Hand und alle Finger liegen total natürlich und stressfrei am Schaft an. Wenn ich anderen Jägern die Waffe mal hab nehmen lassen, war das das Erste was allen (positiv) auffiel. (1*)
Vorderschaft: Er ist auffällig breit. MIR gefällt das, anderen mag das zu klobig sein –> Geschmackssache
Verstellung Backe: Das Verstellteil sollte sich vielleicht über den ganzen Schaftrücken ziehen (also länger sein) , denn wenn man mit dem Kopf etwas weiter hinten ist, dann bringt sich die Hinterkante der Backe durch den Rückstoß schmerzhaft in Erinnerung. Der Höhenbereich langt – soweit ich das beurteilen kann – aus.
Schaftkappe und Längenverstellung: Guter Gummi – rutscht nicht weg. Der Verstellbereich sollte allerdings deutlich länger (nach hinten) sein. Wenn die Nachtsichtvorsatzgeräte ( vor allem die „hinten-drauf-Lösungen“) um sich greifen, würde das den Kauf einer Schaftverlängerung ersparen.
Riemenbügel: Zwar besser als die sonst üblichen, aber noch besser sind die von Sauer mit Druckknopf. Leider klappern sie. (4)
Riemenbügel 2: Der vordere Riemenbügel sollte von vorne am Vorderschaft angebracht sein. Ist er von unten angebracht kann er in manchen Situationen für die vordere Hand störend sein oder auch beim Auflegen auf der Gewehrauflagestange / Kanzellukenrand im falschen Moment ein notwendiges Verschieben der Waffe verhindern, bzw. Geräusche verursachen. (5)

Tipps für Heym-Schäfte

Das wirklich Phantastische an dem GRS-Schaft sind weniger die verstellbaren Teile als vor allem der Griff. Der lässt sich auch aus normalem Schaftholz fräsen. Leider ist dann aber der durchgehende Faserverlauf und damit die Kraftübertragung des Rückstoßes / Stabilität stark eingeschränkt. Drum nimmt GRS auch Schichtholz. Das schreckt aber manche Käufer ab, weil sie es für „nicht schön“ halten. Dafür hätte ich eine Lösung.

Und dann hätte ich da noch 2 der 3 Anregungen zur Optimierung von Heym-Schäften.

Heym-Gewehrriemen

Material und Verarbeitung ist OK (1)
Ein Gewehrriemen sollte aber immer schnell komplett verkürzbar sein. Begründung: Auf einer offenen Leiter schaukelt der Riemen oft bei In Anschlag gehen und das kann auf kurze bis mittlere Distanz (Waldjagd) das Wild vergrämen. Außerdem verursacht er beim Hantieren in der Kanzel Geräusche. Möglicherweise hängt er sich beim Aufnehmen der Waffe am Fernglas ein und es fällt polternd von der Ablage und im Gewehrschrank kann er sich ebenfalls im Kammerstengel einer anderen Waffe verheddern und sie beim Herausnehmen umwerfen. Beim Militär waren die Riemen der G3 in der Waffenkammer immer so eingestellt, dass sie beim Schlingen um den Hinterschaft stramm gespannt waren und am Gewehr anlagen. Dies ist bei der Stellung der Hinterschaftriemenöse hier kaum möglich. Muss auch nicht sein, wenn der Riemen in sich verkürzbar ist. Lasst Euch was einfallen! (5)

19.07.2018